Schulterarthrose und Schulterendoprothese

Das Ärzteteam im Orthopaedicum Frankfurt ist auf die Behandlung von Schulterverletzungen und Schultererkrankungen spezialisiert. Einen besonderen Schwerpunkt ist die Behandlung der Schulterarthrose (Omarthrose) und die Schulterendoprothetik (künstlicher Gelenkersatz).

Wir haben alles Wissenswerte zu den Themen Schulterarthrose (Omarthrose) und Schulterendoprothese für Sie zusammengefasst.

Synonyme und Stichworte

Synonyme und Stichworte

  • Schulterarthrose
  • Omarthrose
  • Schulterendoprothese
  • Künstliches Schultergelenk

Ursachen der Schulterarthrose (Omarthrose)

In vielen Fällen ist die Ursache einer Schulterarthose (Omarthrose) nicht genau zu bestimmen. Wir sprechen in diesen Fällen von einer idiopathischen Arthrose.

In manchen Fällen entsteht eine Schulterarthrose (Omarthrose) in Folge einer Verletzung des Schultergelenks. Insbesondere Knochenbrüche mit Beteiligung der Gelenkfläche der Schulterpfanne (Glenoid) oder des Oberarmkopfes (Humeruskopf) können nach Monaten oder Jahren zu einer Schulterarthrose (Omarthrose) führen.

Eine direkte Verletzung des Schultergelenks tritt häufig im Rahmen einer Schulterluxation oder bei einem Sturz auf die Schulter auf.

Symptome der Schulterarthrose (Omarthrose)

In der Regel sind Schmerzen in der Schulter das erste Symptom, das auf eine Schulterarthrose (Omarthrose) hinweist. Die Schmerzen können in Ruhe oder auch bei Bewegung im Schultergelenk auftreten. Typisch für eine fortgeschrittene Arthrose ist der Nachtschmerz.
Der Arthroseprozess im Schultergelenk führt im Weiteren zu Funktionseinschränkungen. Bestimmte Bewegungen im Schultergelenk können nicht mehr oder nur noch unvollständig durchführt werden.

Diagnose

Entscheidende Hinweise für eine Schulterarthrose (Omarthrose) gibt bereits die klinische Untersuchung der Schulter. Verschiedene Tests dienen zur Feststellung der Schmerzzonen und der Beurteilung der Beweglichkeit in der Schulter.

Ein Röntgenbild liefert die entscheidenden Informationen über das Ausmaß der knöchernen Gelenkschädigung bei einer Schulterarthrose (Omarthrose).

Verschiedenen Strukturen in unmittelbarer Nähe des Schultergelenks, wie Sehnen und Schleinbeutel, können mittels Ultraschall untersucht werden. Insbesondere eine Rotatorenmanschettenruptur ist in der Regel bereits bei dieser Untersuchung gut zu erkennen.
Die Ultraschalluntersuchung ist einfach durchzuführen und kann schon sehr früh entscheidende Hinweise über das Ausmaß der Gelenkschädigung oder einer Rotatorenmanschettenruptur liefern.

Mit einer Magnetresonanztomographie des Schultergelenks (MRT) lassen sich Knorpel, Knochen, Muskeln, Sehnen und Schleimbeutel noch detaillierter darstellen. Insbesondere vor einer geplanten Operation ist diese Untersuchung von besonderer Wichtigkeit, da sie die entscheidenden Informationen über das Ausmaß der Schädigung liefert.

Konservative Therapie

Bei einer Schulterarthrose (Omarthrose) können sowohl konservative und als auch operative Therapieoptionen hilfreich sein. Entscheidend ist die Schmerzsymptomatik, der Grad der Funktionsminderung und das Ausmaß der Gelenkschädigung. Welche Therapie im Einzelfall die beste ist, muss immer individuell entschieden werden.

Konservative Behandlung: eine konservative Behandlung kann eingeleitet werden, wenn die Schmerzen und die Minderung der Funktion im Schultergelenk gering ausgeprägt sind. Neben der Einnahme von Schmerzmitteln (Analgetika) kann eine Physiotherapie die Funktion verbessern und Schmerzen lindern. Die Krankengymnastik kann auch zur zeitlichen Überbrückung bis zur Operation hilfreich sein und wirkt sich positiv auf die postoperative Mobilisation aus.

Zur Anwendung kommen auch Injektionen zur Schmerztherapie, sowie Wärme- und Kälteapplikationen.

Operation bei Schulterarthrose: die Schulterprothese

Führt eine konservative Therapie bei einer Schulterarthrose (Omarthrose) nicht zum Erfolg oder ist der Gelenkverschleiß schon weit fortgeschritten, so kann der Einbau einer Schulterprothese - also eines künstlichen Schultergelenks - notwendig werden.

Vor der Implantation einer Schulterprothese müssen verschiedene Untersuchungen durchgeführt werden, um das Ausmaß des Gelenkschadens beurteilen zu können.

Beim Gelenkersatz sind verschiedene Schulterprothesen möglich. Bei noch guter Knochenqualität ist der Einbau eines Oberflächenersatzes bzw. einer Schulterkappe sinnvoll. Hierbei werden lediglich die Oberflächen von Schulterpfanne und Oberarmkopf mit einer vergleichsweise kleinen und dünnen Endoprothese ersetzt. Das Verfahren ist knochensparend und gewebeschonend, also minimal-invasiv. Die Verankerung der Prothese am Oberarmknochen (Humerus) ist in der Regel ohne Knochenzement möglich.

Ist der Gelenkschaden größer oder der Knochen hinsichtlich der Festigkeit qualitativ schlechter, ist der Einbau einer Stielprothese möglich. Die Verankerung der Oberarmkomponente erfolgt hierbei über einen längeren Prothesenstiel, der eine bessere Verankerung im Knochen gewährleistet.

Bei schweren Zerstörungen des Gelenks - z.B. bei einer rheumatischen Gelenkerkrankung - können die umgebenden Sehnen und Bänder ebenfalls geschädigt sein. Insbesondere bei einem zusätzlichen Riss der Sehnen der Rotatorenmanschette (Rotatorenmanschettenruptur) entsteht oftmals eine Instabilität im Schultergelenk. In diesen Fällen muss eine sog. Inverse Schulterprothese implantiert werden. Bei diesem speziellen Prothesentyp wird an die Schulterpfanne (Glenoid) eine Halbkugel angeschraubt und der Oberarmkopf mit einer muldenförmigen Komponente versehen. Die Form beider Gelenkpartner wird also durch das Design der Prothese vertauscht, also invertiert. Das "Vertauschen" der Gelenkpartner sorgt für mehr Stabilität und für eine bessere Kraftentwicklung in der Schulter. Eine Inverse Schulterprothese kommt bei Rheumapatienten zum Einsatz, aber auch nach Verletzungen oder Knochenbrüchen im Schultergelenk.

Welche Schulterprothese im Einzelfall die beste ist, entscheiden wir immer gemeinsam mit unseren Patienten.

Im Orthopaedicum Frankfurt sind wir auf alle Erkrankungen und Verletzungen rund um das Schultergelenk eingerichtet. Bei einer Schulterarthrose (Omarthrose) ist der Einbau aller beschriebener Schulterprothesen möglich.

Die Operationen werden von Dr. Jürgen Specht in der Klinik Maingau in Frankfurt am Main durchgeführt.

Fragen Sie uns - wir beraten Sie gerne!

Terminvereinbarung Schultersprechstunde

Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Matthias Fischer - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Schultergelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Schultersprechstunde! Unsere Schulterspezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Matthias Fischer.

Terminvereinbarung: Am einfachsten über unser Online-Forumlar.