Anatomie des Schultergelenks

Das Schultergelenk bilden der Oberarmkopf (Humeruskopf) und die Schultergelenkpfanne (Glenoid). Letztere ist Teil des Schulterblattes

Verschiedene Muskelgruppen sorgen für eine gute Führung des Gelenks und gleichzeitig für einen großen Bewegungsumfang in der Schulter.

Insbesondere die Sehnen der Rotatorenmanschette ermöglichen komplexe Bewegungsabläufe. Zur Rotatorenmanschatte gehören folgende Muskeln und Sehnen: Muskulus SupraspinatusM.InfraspinatusM. Subscapularis und M. Teres minor

Der große Bewegungsumfang wird durch eine kleine Gelenkpfanne im Vergleich zu einem großen Oberarmkopf ermöglicht. Trotz mehrerer Bänder, die das Gelenk stabilisieren und einer Pfannenrandlippe (Labrum glenoidale), welche die Gelenkfläche der Pfanne vergrößert, ist das Schultergelenk sehr anfällig für eine Luxation (Ausrenkung).

Ursachen einer Schulterinstabilität

Von einer traumatischen Instabilität spricht man, wenn durch einen Unfall stabilisierende Strukturen des Schultergelenks verletzt werden. Ursache von traumatischen Instabilitäten sind meistens Stürze oder ein direkter und schneller Kontakt mit einem Gegner im Sport. Dabei reißt oftmals der vordere Anteil der Gelenkslippe (Labrum glenoidale) zusammen mit Teilen der Gelenkkapsel vom knöchernen Pfannenrand ab. Diese Verletzung mit Abriss des Kapsel-Labrum-Komplexes wird auch als Bankart-Läsion bezeichnet. Traumatische Ursachen sind die häufigsten Gründe für eine Instabilität der Schulter.

Die stabilisierenden Strukturen können bereits von Geburt an Veränderungen zeigen, die zu einer Schulterinstabilität führen. Dies wird auch als angeborene oder habituelle Schulterinstabilität bezeichnet.

Von einer willkürlichen Instabilität oder Luxation spricht man, wenn die Betroffenen willkürlich eine Luxation (Ausrenkung) der Schulter auslösen können.

Formen der Schulterinstabilität

Die Schulterinstabilitäten werden entsprechend der Richtung der Instabilität eingeteilt. So unterscheidet man eine vordere (anteriore) von einer hinteren (posterioren) und unteren (inferioren) Schulterinstabilität.

Liegt eine Schulterinstabilität nur in eine Richtung vor, so spricht man von einer unidirektionalen Instabilität, bei mehreren Richtungen von einer multidirektionalen Instabilität.

 

Terminvereinbarung Schultersprechstunde

Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Matthias Fischer - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Schultergelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Schultersprechstunde! Unsere Schulterspezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Matthias Fischer.

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