Schulterinstabilität Operation

Wann muss bei einer Schulterinstabilität operiert werden?

Sind die Beschwerden bei einer Schulterinstabilität so stark, dass normale Bewegungen im Schultergelenk nicht möglich sind, oder kommt es wiederholt zu einer Luxation, ist eine operative Therapie sinnvoll.

Im Orthopaedicum Frankfurt werden alle Operationsverfahren rund um die Instabilität der Schulter angeboten.

Arthoskopische Operation

Eine Operation bei einer Schulterinstabilität wird im Rahmen einer Arthroskopie der Schulter durchgeführt. Bei der arthroskopischen Schulterstabilisierung sind  in der Regel 3 kleine (ca. 0,5 cm lange) Hautschnitte am Schultergelenk notwendig. Über diese Hautschnitte werden eine Optik (Arthroskop) sowie Instrumente in das Gelenk eingeführt. Zu den arthroskopischen Operationsverfahren gehören:

Vordere Schulterstabilisierung: Liegt die Ursache der Instabilität in einem Abriss des vorderen Kapsel-Labrum-Komplexes wird dieser zunächst mobilisiert, sofern bereits Vernarbungen am Pfannenrand (Glenoid) bestehen. Anschließend wird das Gewebe mit Fäden am Glenoidrand fixiert. Zur Verankerung dienen hierbei kleine Schrauben oder Dübel, die im Knochen verbleiben und eine Einheilung des Kapsel-Labrum-Komplexes gewährleisten. Arthroskopische Operationsverfahren sind hierbei mittlerweile der Standard. Diese Art der Stabilisierung wird auch als arthroskopische Bankart-Repair bezeichnet.

Vorteile gegenüber offenen Verfahren ist die gewebeschonende minimal-invasive Operationstechnik und die damit verbundene raschere Rekonvaleszenz der Patienten.

Die Nachbehandlung dauert mehrere Wochen. In den ersten drei Wochen nach der Operation wird das Schultergelenk in einer Orthese ruhiggestellt und das Gelenk lediglich passiv bewegt. Anschließend erfolgt die aktiv-assistiete Beübung. 6 Wochen nach der Operation kann eine Physiotherapie ohne Einschränkung erfolgen.

Die arthroskopische Schulterstabilisierung kann je nach Verletzungsschwere um folgende Maßnahmen erweitert werden:

Rekonstruktion der Rotatorenmanschette: insbesondere bei älteren Patienten kann begleitend zu einer Schulterluxation oder -instabilität ein Riss der Sehnen der Rotatorenmanschette hinzutreten. Diese Verletzung kann ebenfalls zu Schmerzen und zu einer Minderung der Funktion führen. Aus diesem Grund sollte im Rahmen der Stabilisierungsoperation auch eine Rekonstruktion und Naht der Rotatorenmanschette erfolgen. In manchen Fällen sind zusätzliche Operationsschritte notwendig, um eine ausreichende Stabilität wiederherzustellen:

Pankapsuläre Plicatur: die Schulterkapsel wird gerafft und damit angespannt. Mit dieser zusätzlichen Maßnahme wird eine zusätzliche Stabilität im Schultergelenk erreicht. Auch hierbei werden Nähte oder Dübel verwendet. Die Schulterkapsel wird gerafft und am Pfannenrand fixiert.

Miniplicatur (Intervallverschluss): Sie kann im Raum zwischen den Sehnen des M. Subscapularis und Supraspinatus (sogenanntes Rotatorenintervall) angewendet werden. Die Miniplicatur wird in Kombination mit der oben beschriebenen Bankart-Naht durchgeführt. 

Offene Operation

Eine offene Operation zur Stabilisierung der Schulter wird über einen ca. 5-7 cm langen Hautschnitt über der Schulter durchgeführt. Auch hier kann das Bankart-Verfahren angewendet werden. Die abgerissene Kapsel wird mit Nahtankern oder Dübel wieder am knöchernen Pfannenrand fixiert.

  • Die Capsular-Shift-Operation ist ein offenes Operationsverfahren zur Raffung der Schulterkapsel.
  • Bei der Latarjet-Operation wird die Spitze des Rabenschnabelfortsatzes (Proc. coracoideus) abgetennt, an den vorderen Schulterpfannenrand verlagert und dort fixiert. Ziel der Operation ist eine höhere Stabilität und ein geringeres Risiko für eine erneute Luxation.

Ist eine Operation bei Schulterinstabilität sinnvoll?

Eine Operation mit Schulterstabilisierung wird dann empfohlen, wenn ein hoher Funktionsanspruch besteht, z.B. bei einem jungen Sportler.

Folgende Komplikationen können im Rahmen einer Schulterinstabilität auftreten und sollen mit einer Operation vermieden werden:

Lähmung des M. deltoideus durch Läsion des N. axillaris

Funktionsminderung, Schultersteife, Immobilisationsschaden

ein Knorpelschaden, der zu einer Arthrose des Schultergelenks (Omarthose) führen kann.

Ziel einer Operation ist die Wiederherstellung der ursprünglichen Anatomie. Damit ist gewährleistet, dass die Schulter langfristig wieder voll funktionsfähig und belastbar ist.

 

Terminvereinbarung Schultersprechstunde

Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Matthias Fischer - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Schultergelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Schultersprechstunde! Unsere Schulterspezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Matthias Fischer.

Terminvereinbarung: Am einfachsten über unser Online-Forumlar.