Schulterinstabilität Nachbehandlung

Nachbehandlung und Rehabilitation

Bei den schulterstabilisierenden Operationen wird der Arm zunächst in einer Schiene für 4-6 Wochen ruhiggestellt. Das heißt aber nicht, dass er gänzlich nicht bewegt werden darf. Physiotherapeutisch darf der Arm passiv durch den Behandler bewegt werden.
Aktiv darf der Patient den Arm erst nach Entfernung der Schiene bewegen. Dabei sollte er aber Bewegungen speziell über den Kopf vermeiden. Die Bewegungsfähigkeit des Armes über 90 Grad hinaus sollte langsam trainiert und nicht abrupt durchgeführt werden. Auch das Heben von Gewichten oder Lasten sollte zunächst langsam begonnen werden.

Neben den regelmäßig durchzuführenden physio- und ergotherapeutischen Übungen muss auch darauf geachtet werden, dass die Patienten schmerzfrei sind. Neben den medikamentösen Maßnahmen der Schmerzlinderung, die denen der konservativen Behandlung einer Schulterinstabilität entsprechen, kann auch noch ein physiotherapeutischer Behandlungsversuch mit Kälte, Wärme oder Reizstrom durchgeführt werden. Schulterinstabilität-fördernde Sportarten sollten ein halbes bis dreiviertel Jahr nach einer Operation nicht ausgeübt werden, um den Arm nicht erneut zu verletzen.

Prognose

Die nicht behandelte Schulterinstabilität hat eine recht schlechte Prognose. Je nachdem, wie aktiv ein Patient in seinem Leben noch ist, kommt es früher oder später zu einem Fortschreiten der Instabilität und zu sich häufenden Ausrekungen (Luxationen) im Schultergelenk. Dabei können wichtige Strukturen, wie Nerven und Gefäße geschädigt werden. Dies ist der Grund, weshalb aktiven und jüngeren Patienten mit Schulterinstabilitäten eher ein operativer Eingriff empfohlen wird. Dieser hat in der Regel eine bessere Prognose.

Je nach angewandter Operationstechnik werden auch die Erfolgsaussichten unterschiedlich gewertet. Im Allgemeinen kann man aber sagen, dass ca. 70% der Patienten, deren Schulterinstabilität operativ behandelt wurde, nach dem Eingriff beschwerdefrei sind und auch in absehbarer Zeit an keinem Rezidiv einer Instabilität erkranken. Bei ca. 10% der Patienten kommt es zu einer teilweisen oder kompletten erneuten Schulterinstabilität.

In der Regel wird bei einer operativen Therapie das endoskopische (minimal invasive) Verfahren durchgeführt. Kommt es zu einer erneuten Schultergelenksinstabilität  kann durchaus nochmal mit einem operativen Verfahren therapiert werden. Bei Patienten, bei denen bereits eine Revisionsoperation durchgeführt wurde, kommt es in den seltensten Fällen zu einer erneuten Schultergelenksinstabilität.

Terminvereinbarung Schultersprechstunde

Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Matthias Fischer - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Schultergelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Schultersprechstunde! Unsere Schulterspezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Matthias Fischer.

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