Schulterinstabilität Diagnose

Wie wird eine Schulterinstabilität diagnostiziert?

An erster Stelle bei der Diagnostik steht die Krankenbefragung (Anamnese), die Auskunft darüber geben soll, bei welcher Gelegenheit und wie oft die Beschwerden auftreten. Danach folgt die körperliche Untersuchung, bei der der Untersucher den Arm des Patienten zunächst passiv durchbewegt und schließlich den Patienten bittet, bestimmte Bewegungen selbst durchzuführen.

Zu den Bewegungen gehört das Anheben des Armes zur Seite (Abduktion), das  Anlegen des Armes (Adduktion), das Hervorstrecken des Armes (Anteversion) und das Zurücklegen des Arms (Retroversion). Auch das Heben des Armes über den Kopf (Elevation) sollten bei einer körperlichen Untersuchung nicht fehlen.Des Weiteren umfasst der Untersucher den Oberarmkopf und bewegt diesen in der Pfanne nach vorne und nach hinten. 

Bei gesunder Schulter sollte der Kopf fast unbeweglich in seiner Verankerung sitzen. Größere Spielräume bei der Bewegung könnten für eine Schulterinstabilität sprechen. Sollte sich der Verdacht auf eine Schulterinstabilität erhärten oder handelt es sich um eine akute Ausrenkung, die sehr schmerzhaft ist und eine entsprechende Untersuchung nicht möglich macht, sollte eine Bildgebung des Schultergelenkes durchgeführt werden.

Bildgebende Verfahren

  • Eine einfache Röntgenaufnahme kann zeigen, ob der Oberarmkopf noch fest in seiner Verankerung sitzt oder ob er hoch- oder nach vorne steht. Dies würde für eine Luxation oder einen Abriss einer Muskelsehne (z.B. nach akutem Trauma) sprechen. Die Röntgenaufnahme zeigt auch knöcherne Begleitverletzungen bei einer Schultergelenksausrenkung (Luxation). Weichteile, wie Muskeln oder Bänder können mit der Röntgenaufnahme nicht dargestellt werden.
  • Aus diesem Grund sollte man zur Diagnostik einer Schulterinstabilität auch ein Ultraschall (Sonographie) vornehmen. Diese Untersuchung zeigt relativ deutlich die Sehnenmanschette  und deren Zustand und kann Hinweise auf Muskelabrisse, Gelenkergüsse und vermehrte Spielräume zwischen den Knochen geben.
  • Eine sehr sichere diagnostische Maßnahme stellt die Magnetresonanztomographie (MRT) der Schulter dar, die vor allem Weichteile aber auch Knochen sichtbar machen kann. Noch deutlicher als die Sonographie zeigt die MRT-Aufnahme den Zustand der  Muskeln, Sehnen und Bänder und insbesondere der Gelenklippe und gibt Hinweise darauf, woher eine Schulterinstabilität herrühren könnte.
  • Sollten ausschließlich Fragen zur knöchernen Situation im Bereich der Schulter geklärt werden, steht neben der Röntgenuntersuchung die Computertomographie (CT) an erster Stelle. Sie ist schnell durchführbar, günstig und gibt einen weitreichenden Einblick in die Knochenstruktur der Schulter.

Terminvereinbarung Schultersprechstunde

Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Matthias Fischer - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Schultergelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Schultersprechstunde! Unsere Schulterspezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Matthias Fischer.

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