Meniskusriss: konservative Therapie

Der Meniskusriss ist eine häufige Verletzung des Kniegelenks. Die Art und die Ausdehnung eines Meniskusrisses sind sehr unterschiedlich. Immer sind individuelle Lösungen gefragt, ob ein Meniskusriss konservativ oder operativ behandelt werden sollte.
Gerade kleinere und degenerative Meniskusriss lassen sich ohne OP sehr gut behandeln.

Lassen Sie sich von den Spezialisten im Orthopaedicum Frankfurt bei einem Meniskusriss  beraten. Hier finden Sie unsere Terminvergabe.

Konservative Therapie bei einem Meniskusriss

Nicht jeder Meniskusriss muss operiert werden.

Oft können derartige Verletzungen auch konservativ (das heißt ohne Operation) behandelt werden.
Ob eine Meniskusverletzung operativ oder konservativ behandelt wird, hängt von verschiedenen Faktoren, z.B. vom Alter, vom Aktivitätsanspruch oder vom Beruf des Betroffenen.

Bei der konservativen Therapie bei einem Meniskusriss kommen verschiedene Optionen zum Einsatz:

  • Umfassende Beratung über Art und Umfang des Risses und der Therapiemöglichkeiten
  • Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente, sowohl oral eingenommen, als auch direkt in das Knie gespritzt (Infiltration)
  • Kniebandagen, Orthesen
  • Physiotherapie zur Verbesserung der Funktion, der Koordination und der Kraft

Die konservative Therapie bei einem Meniskusriss führt in der Regel nicht zur Heilung des Gewebes. Lediglich die kapselnahen Meniskusabschnitte sind mit Blutgefäßen durchsetzt, die letztlich eine Heilung ermöglichen. Daher kann eine konservative Therapie nur die Schmerzen und Beschwerden bei einem Meniskusriss beeinflussen und nicht die stoßdämpfenden Eigenschaften des Meniskus wiederherstellen.
Aber auch eine OP bei Meniskusriss kann nur bei einer erfolgreichen Meniskusnaht die vollen Dämpfungseigenschaften wiederherstellen. Bei einer Meniskusteilentfernung kann das Ergebnis das gleiche sein, wie beim konservativen Vorgehen ohne OP bei einem Meniskusriss.
Allerdings ist die Gefahr des Nachreißens (erneuter Meniskusriss oder auch Reruptur des Meniskus genannt) bei konservativer Therapie erhöht, was wiederum ein Argument für eine OP ist.

Eine konservative Therapie ist immer sinnvoll, insbesondere wenn eine OP nicht möglich oder nicht gewünscht ist und die Aussicht auf eine Beschwerdefreiheit bei Vorgehen ohne OP als gut einzuschätzen ist.
Diese kann nur unter genauer Betrachtung aller zu Verfügung stehender Informationen erfolgen. Hierzu gehören:

Gerade wenn zusätzlich ein Knorpelschaden am Gelenkknorpel besteht ist ein Infiltration des Kniegelenks mit einer Hyaluronsäure erfolgsversprechend.
Aber auch hier müssen oben alle genannten Punkte beachtet werden. Gerade wenn ein viertgradiger Knorpelschaden (CM 4°) besteht sind die Prognosen einer Therapie mit einer Hyaluronsäure schlecht. Die operative Alternative offeriert allerdings ebenfalls nur sehr eingeschränkte Verbesserungsoptionen. 
Eine Hyaluronsäuretherapie ist besonders bei kleinem Meniskusriss in Kombination mit einem kleinen Innenmeniskushinterhornriss als günstig zu bewerten.
Zur Therapie mit einer Hyaluronsäure erfahren Sie hier mehr: Hyaluronsäure

Welches Therapie eingeschlagen werden sollte hängt am Ende von allen oben genannten Einflussfaktoren ab und muss umfangreich mit dem jeweiligen Betroffenen erörtert werden.
Aus jahrelanger Erfahrung mit dem Meniskusriss kann man allgemein sagen, dass viele Meniskusriss unter konservativer Therapie - also ohne OP - vollständig beschwerdefrei werden können.

Akuttherapie

Kniebandage bei Meniskusriss

Eine konservative Therapie bei einem Meniskusriss zielt zunächst auf eine ausreichende Reduktion der Schmerzen.

Bei einem akuten Meniskusriss sollten Eispacks oder kühlende Gels eingesetzt werden, um sowohl die Schmerzen, als auch das Risiko einer Ergussbildung (Wasser im Knie) oder einer Schwellung zu verringern.

Nach einer entsprechenden Diagnostik kommen Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente zum Einsatz. Die Einnahme von Medikamenten muss immer auf die persönlichen Bedürfnisse aber auch auf mögliche Vorerkrankungen abgestimmt sein (Kontraindikationen), z.B. keine Voltaren® bei einer Magenschleimhautentzündung, kein Aspirin® wenn eine OP ggf. doch erwogen wird etc..

Lokalanästhetika (lokale Betäubungsmittel) in Kombination mit entzündungshemmende Medikamente können ebenfalls Linderung bringen.
Sie werden direkt in das Kniegelenk in den Kniegelenkinnenraum appliziert (intraartikuläre Injektion). Dort hemmen sie den Entzündungsreiz der aus dem Riss des Meniskus entstanden ist.

Auch Kniebandagen können zur konservativen Therapie bei einem Meniskusriss eingesetzt werden. Sie entlasten das Kniegelenk und können somit die Heilung des Meniskusrisses unterstützen.
Hier gibt es viele verschiedene Modelle, die auf den jeweilige Form des Meniskusriss angepasst werden muss.
Neben den Kniebandagen gibt es noch Orthesen. Unter Orthesen versteht man "externe Scharniergelenke", die in der Regel aus einem harten Rahmen (Carbon oder Metall) bestehen und das Kniegelenk auf der jeweilig betroffenen Außen- oder Innenseite entlasten.
Orthesen werden häufiger bei einem Kreuzbandriss oder Seitenbandriss eingesetzt.

Es sind immer individuelle Lösungen gefragt, ob ein Meniskusriss konservativ oder operativ behandelt werden sollte.

Lassen Sie sich von den Spezialisten im Orthopaedicum Frankfurt bei einem Meniskusriss beraten.

Präventive Therapie nach Meniskusriss

Die präventive Therapie zielt darauf ab, weitere Schädigungen am Meniskus (med. Reruptur genannt) zu verhindern. Eine absolute Prävantion gibt es nicht.
Zur Prävention bei einem Meniskusriss zählen auch Maßnahmen, um eine übermäßige Kniebelastung zu verhindern.
Dazu zählt das Vermeiden von:

  • langem Sitzen
  • Hocken
    sowie
  • schnelle, drehende Bewegungen im Kniegelenk. 

Kniebandagen zielen darauf ab das Knie zu entlasten. Bei Bewegungen im Sport können durch Bandagen eine Besserung der Symptomatik erreicht werden.
Durch Verbesserung der knieumspannenden Muskulatur wird das Kniegelenk und der Meniskus weniger belastet, was sich ebenfalls positiv auf die Haltbarkeit des verbliebenen Meniskus auswirkt.
Die besondere Schwierigkeit des Trainings der knieumspannenden Muskulatur besteht darin, die Muskulatur (besonders Oberschenkelmuskulatur) aufzutrainieren ohne das Knie zu belasten (die berühmte Quadratur des Kreises).
Alle Übungen müssen allerdings ebenfalls sehr individuell auf den jeweiligen Risstyp und sonstige begleitende Erkrankungen abgestimmt werden.

Terminvereinbarung Kniesprechstunde

Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Nicolas Gumpert - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Kniegelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Kniesprechstunde! Unsere Kniespezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Nicolas Gumpert.

Terminvereinbarung: Am einfachsten über unser Online-Forumlar.

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