Kreuzbandriss: Operation

Der Kreuzbandriss ist eine schwere und komplexe Verletzung des Kniegelenks. Entscheidend für den Erfolg einer Operation bei Kreuzbandriss ist ein erfahrenes und optimal aufeinander eingespieltes Operationsteam. 

Lassen Sie sich bei einem Kreuzbandriss von den Kniespezialisten im Orthopaedicum Frankfurt beraten.

Hier geht es zur Terminvereinbarung.

 

Wann muss ein vorderer Kreuzbandriss operiert werden?

Roter Pfeil zeigt auf vorderen Krezbandriss

Die Kreuzbänder sind zentrale Stabilisatoren des Kniegelenks. Bei einem vorderen Kreuzbandriss geht ein Teil dieser Stabilität verloren.

Ist nur ein Teil des Kreuzbandes gerissen, kann es in der Folge zu einer Narbenbildung kommen, die wieder zu einer stabilen Situation im Kniegelenk führt. Die Behandlung ist in diesen Fällen konservativ, das heißt: eine OP ist in den meisten Fällen nicht unbedingt notwendig.

Entscheidend ist immer eine schnelle Diagnostik direkt nach der Verletzung, um das genaue Ausmaß der Gelenkschädigung zu beurteilen.

Ist das vordere Kreuzband komplett gerissen, verspürt der Betroffene teilweise unmittelbar nach dem Unfall eine Instabilität im Gelenk. Eine Belastung des Beines wird vermieden, da das verletzte Kniegelenk das Körpergewicht beim Gehen nicht mehr wie gewohnt tragen kann.

Insbesondere junge und sportlich aktive Menschen benötigen in diesem Fall eine Naht des gerissenen Bandanteils oder einen Ersatz des vorderen Kreuzbandes, auch Kreuzbandplastik genannt.

Ziel der Operation bei einem Kreuzbandriss ist die Wiederherstellung der Stabilität und langfristig die volle Funktion des Kniegelenks. Auch der optimale Zeitpunkt für eine Operation nach einem Kreuzbandriss muss individuell festgelegt werden.

Das Ärzteteam im Orthopaedicum Frankfurt entscheidet gemeinsam mit Ihnen, welche Therapie zu welchem Zeitpunkt für Sie die Beste ist.

 

Abbildung Kreuzbandriss

MRT-Bild eines Kreuzbandrisses

  1. Quadricepssehne 
  2. Oberschenkelknochen (Femur) 
  3. gerissenes vorderes Kreuzband (roter Pfeil zeigt die Rissstelle) 
  4. Schienbein (Tibia) 
  5. Kniescheibe (Patella) 
  6. Hoffa´scher Fettkörper 
  7. Kniescheibensehne (Patellarsehne)

 

 

 

Kreuzbandnaht

In der Regel reißt das vordere Kreuzband vom Oberschenkelknochen (Femur) ab. Bei einem frischen Kreuzbandriss, der nur wenige Stunden oder Tage zurückliegt, kann das Rissende noch nahe am Ansatzort am Oberschenkelknochen liegen.
In diesen Fällen ist es möglich, das abgerissene Ende des Kreuzbandes wieder mit dem ursprünglichen Ansatzort am Oberschenkelknochen in Kontakt zu bringen, um eine Anheilung zu ermöglichen. Wir sprechen in diesem Fall von einer Kreuzbandnaht.

Liegt ein älterer Kreuzbandriss vor, ist eine Naht oftmals nicht mehr möglich. In diesen Fällen muss das Kreuzband ersetzt werden. Diese Operation wird auch als Kreuzbandplastik oder Kreuzbandrekonstruktion bezeichnet.

Beide Operationsmethoden sind seit Jahren etabliert. Die Nachbehandlung ist bei beiden Verfahren jedoch nahezu identisch.

 

Kreuzbandplastik - Kreuzbandrekonstruktion

Vordere Kreuzbandplastik mit einer Semitendinosussehne

Bei Vorliegen einer ausgeprägten Instabilität oder bei jungen und sportlichen Patienten mit einem hohen Leistungsanspruch, sollte bei einem Kreuzbandriss die Indikation zu einer frühzeitigen Operation besprochen werden.
Ziel der OP ist die Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes, für die verschiedene Verfahren zur Verfügung stehen.

Der Ersatz des vorderen Kreuzbandes wird auch als Kreuzbandplastik oder auch als Kreuzbandrekonstruktion bezeichnet.

Die gängigste Methode ist die Rekonstruktion des vorderen Kreuzbandes in der anatomischen Einbündeltechnik (single-bundle).

Bei einer Kreuzband-OP werden die Semitendinosussehne und ggf. zusätzlich die Gracilissehne über einen kleinen Schnitt über dem vorderen Schienbein (Tibia) entnommen.

Über Bohrkanäle im Oberschenkelknochen (Femur) und im Schienbein (Tibia) werden die entnommenen Oberschenkelsehnen so platziert, dass die individuelle Anatomie und die Funktion durch das Sehnentransplantat wiederhergestellt wird. 

Für die Verankerung der Sehnen stehen verschiedene Techniken zur Verfügung. Im Laufe mehrerer Wochen wachsen die Sehnen knöchern ein und werden gleichzeitig in eine bandartige (ligamentäre) Struktur umgewandelt.

Möglich ist auch der Ersatz des vorderen Kreuzbandes mit dem mittleren Drittel der Patellarsehne (Patellarsehenenplastik) oder mit einem Teil der Quadricepssehne, der Strecksehne am Oberschenkel (Quadricepssehnenplastik).

Der Ersatz des vorderen Kreuzbandes wird immer in minimal-invasiver Technik arthoskopisch durchgeführt. Dies sorgt für eine geringe Gewebeschädigung und eine rasche Erholung von der Operation.

Wir legen großen Wert auf ein optimales Schmerzmanagement nach der Operation. Gemeinsam mit unseren Narkoseärzten beraten wir Sie gerne.

Nach einer Operation folgt eine mehrwöchige Physiotherapie, die individuell gestaltet wird.

 

Prognose nach Kreuzbandriss

Das Ziel der Rehabilitation ist ein stabiles Kniegelenk, ein optimaler Muskelaufbau und eine sichere Koordination, damit es nach einem operativ behandelten Kreuzbandriss nicht erneut zu einem Riss des Transplantates kommt. 

Die Nachbehandlung und Rehabilitation nach Operation bei einem Kreuzbandriss umfasst mehrere Monate. Leistungssportler erreichen in der Regel erst nach 6 bis 12 Monaten ihr ursprüngliches Leistungsniveau. Hier ist immer eine Enge Zusammenarbeit mit einem kompetenten Team aus Ärzten, Physiotherapeuten und Trainern entscheidend.

Die langfristige Stabilität im Kniegelenk soll vor weiteren Schäden, wie einem Knorpelschaden oder Meniskusschaden, schützen.

Dennoch ist auch nach einer Kreuzbandrekonstruktion das langfristige Risiko für die Entwicklung einer Gonarthrose (Knierthrose, Kniegelenkverschleiß) erhöht.

 

Terminvereinbarung Kniesprechstunde

Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Nicolas Gumpert - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Kniegelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Kniesprechstunde! Unsere Kniespezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Nicolas Gumpert.

Terminvereinbarung: Am einfachsten über unser Online-Forumlar.