Knochendichtemessung / DXA

Unter einer DXA-Knochendichtemessung versteht man eine technische Möglichkeit, die Dichte eines Knochens zu bestimmen, um so die Diagnose einer Osteoporose stellen zu können.

Osteoporosemessung im Orthopaedicum

Zur Terminvereinbarung kontaktieren Sie uns:

Osteoporosemessung im Orthopaedicum Frankfurt
Oeder Weg 2-4
60318 Frankfurt am Main

am einfachsten über unsere online Terminvereinbarung (bitte Hinweis Knochendichtemessung):

  • online Terminvereinbarung
    alternativ auch gerne über
  • Tel.: 069 439898 (schlechtere Erreichbarkeit am Vormittag)

Synonyme

Dual X-ray-Absorptiometrie

Ist eine Knochendichtemessung sinnvoll?

Knochendichtemessung am Schenkelhals

Der menschliche Knochen verliert im Laufe seines Lebens langsam an Kalksalzgehalt, also an Knochenhartsubstanz.

Ab einem gewissen Ausmaß an Mangel von Knochensalz spricht man von Osteoporose.

Die Folge dieser Osteoporose ist, dass der Knochen weicher wird und damit das Risiko für einen Knochenbruch erheblich steigt. 

  • der Handgelenksbruch (distale Radiusfraktur)
  • der Wirbelbruch / Wirbelkörperbruch
  • Schenkelhalsbruch (mediale Femurfraktur)

Besonders der Schenkelhalsbruch ist eine tückische Komplikation der Osteoporose. Die häufig folgende Operation und Rehabilitation haben für viele Patienten einen dauerhaften Verlust an Lebensqualität zur Folge.

Durch eine Knochendichtemessung kann eine bestehende Osteoporose, aber auch die verschiedenen Vorstadien festgestellt werden.
Bei einer bestehenden Osteoporose kann das Knochenbruchrisiko abgeschätzt werden und die notwendige Osteoporosetherapie eingeleitet werden (siehe unten).

Eine DXA-Knochendichtemessung sollte immer dann durchgeführt werden, wenn eine Osteoporose bei dem Patienten vermutet wird.
Dies ist immer dann der Fall, wenn es zu oben genannten Kochenbrüchen gekommen ist oder wenn es zu Frakturen kam, deren Unfall unverhältnismäßig ist (z.B. Oberschenkelhalsbruch nach leichtem Sturz).
Die DXA wird immer dann durchgeführt, wenn es sich um eine therapeutische Konsequenz handelt, d.h. wenn ein positiver Befund auch die Einleitung einer Osteoporosebehandlung mit sich bringen würde.

Richtungsweisend sollten alle Frauen mit dem 50. Lebensjahr und Männer mit dem 60. Lebensjahr eine Knochendichtemessung erhalten, damit das man Risikobetroffene in einem Frühstadium herausfischen kann.

Wie wird die Knochendichte bestimmt?

Knochendichtemessung an der Wirbelsäule

Die präziseste Methode der Osteoporosemessung ist die sogenannt DXA-Messung (dual energy X-ray absorptiometry, deutsch Doppelröntgen Absorptiometrie).

Die Bestimmung der Knochenmasse erfolgt mit einem hochentwickelten Gerät. Sie gilt als das genaueste Verfahren, um die Osteoporose möglichst frühzeitig zu erkennen.

Alternativ gibt es spezielle Ultraschall-Geräte, welche aufgrund der Reflexionen des Ultraschalls auf die Knochendichte schließen lässt. Die Präzision dieser Geräte sind jedoch nicht unumstritten.

Zuletzt gibt de noch die Möglichkeit des Q-CT´s, welches eine Unterscheidung des harten (cortikalen) und weichen inneren (spongiösem) Knochen erlaubt. Nachteil dieser Methode ist die deutlich höhere Strahlenbelastung.

Prinzip der DXA ist es, mit Hilfe von durch den Körper punktförmig geleitete Strahlung eine quantitative Messung der Knochendichte vorzunehmen.
Mit Hilfe der Strahlung, die durch die zu messenden Knochenabschnitte des Körpers (in der Regel LWS und Schenkelhals) geschickt werden, kann der Knochenmineralsalzgehalt ermittelt werden, der auch als BMC (bone mineral content) bezeichnet wird.
Aufgrund des durchstrahlten Knochenbereichs und dem ermittelten BMC wird die sogenannte BMD (bone mineral density) berechnet.
Es liegen zahlreiche Messdaten von gesunden Probanden unterschiedlicher Bevölkerungsschichten in regionaler und altersspezifischer Abstufung vor, mit denen diese Werte verglichen und berechnet werden. Daraus ergeben sich Übereinstimmungen sowie auch Abstufungen.
Diese Standartabweichung wird auch als SD beschrieben. Abweichungen, die sich aus dem gemessenen Wert und dem Referenzwert einer Kontrollgruppe von 30-jährigen gesunden Menschen ergeben, werden als sogenannten T-Wert eingetragen.
Der Ausgangswert eines 30-jährigen gesunden Menschen ist als 0. Positive Werte sind als besser als der Durchschnitts-30-jährige, negative Werte sind deutlich häufiger anzutreffen. Diese Tatsache ist auch plausibel, da die meisten Menschen Älter als 30 Jahre sind und entsprechend schon Knochendichte verloren haben.
Der Vergleich des Patienten mit dem Referenz-30-Jährigen ergibt den T-Wert (T-Score) des Patienten.
Dieser Wert muss noch angepasst werden und zwar an das Alter des Patienten sowie das Körpergewicht. Dieser korrigierte Wert wird dann als Z-Wert (Z-Score) beschrieben. 
Der Z-Wert beschreibt also den Vergleich des Patienten zu seiner Altergruppe. Ist der Gemessene beispielsweise 70 Jahre alt, kann man Z-Wert ablesen, wie der Patient zu einem Durchschnitts-70-Jährigen steht. Ein positiver Z-Wert bedeutet als besser als der Durchschnitt, ein negativer Z-Score bedeutet unterdurchschnittlich.

T-Werte und Z-Werte sind die wichtigen, nach einer Knochendichtemessung interpretierten Kenngröße, die dann darüber Aussage geben, ob eine Osteoporose vorliegt oder nicht.
Ist der T-Wert größer als -1,0 so liegt per Definition eine Knochendichteminderung des Knochens vor, der aber noch nicht so stark ist, dass man von einer Osteoporose spricht. Diesen Zustand bezeichnet man als Osteopenie. Steigt die Porosität des Knochens weiter an und kommt es zu T-Werten kleiner -2,5 so liegt eine Osteoporose vor..

Das Orthopaedicum Frankfurt setzt nur die die DXA-Messung ein, da diese die genausten Ergebnisse liefert und dabei dem Patienten nur eine minimale Strahlendosis aussetzt, die so gering ist, das selbst das Personal ohne Abschirmung während der Messung dabei bleiben kann.

Wo wird die Knochendichte gemessen?

Standardmäßig wird die Knochendichte an zwei Bereichen gemessen:

  1. Schenkelhals (Hüfte) und
  2. Lendenwirbelsäule
  3. ggf. Handgelenk (nicht so genau)

Die Untersuchung dauert in der Regel ca. 10 min.

Patientenvorbereitung

Bevor eine DXA-Knochendichtemessung bei einem Patienten durchgeführt werden kann, müssen einige zeitliche Abstände zu vorangegangenen Untersuchungen eingehalten werden, da sonst die ermittelten T-Werte und Z-Werte unter Umständen nicht den realen Werten entsprechen.
So sollten bei vorangegangener Szintigrafie mit injizierten radioaktiven Substanzen ein zeitlicher Abstand von ca. 2 Tagen bis 4 Wochen eingehalten werden (abhängig von der verwendeten radioaktiven Substanz).
Wurde vorher bei dem zu untersuchenden Patienten eine Röntgenkontrastuntersuchung durchgeführt, sollte ein zeitlicher Abstand von mindestens 24 Stunden eingehalten werden, bevor eine DXA-Knochendichtemessung durchgeführt werden sollte. Um ganz sicher zu gehen, dass es zu keiner Wertverfälschung kommt, kann auch ein zeitlicher Abstand von ca. 2 Tagen bis eine Woche eingehalten werden. 

Wie sieht das Ergebnis einer Knochendichtemessung aus?

Das Ergebnis ist kein absoluter Befund sondern vergleicht den gemessenen Wert mit einer "Duchschnittsperson" mit dem höchsten Kalksalzgehalt in seinem Leben. Die höchste Knochendichte wird mit dem 30. Lebensjahr erreicht.
Geschlechtspezifische Unterschiede (Männer besitzen eine höhere Knochendichte) werden natürlich berücksichtigt.
Darum werden im Befund keine absoluten Werte, sondern die Abweichungen vom Normalen in Vielfachen einer Standardabweichung (als sogenannter T-Wert,engl. t-score, dimensionslose Größe) genannt.
Nach der gültigen Definition der WHO liegt eine Osteoporose vor, wenn der Messwert der Knochendichtemessung mindestens 2,5 Standardabweichungen unter dem Durchschnitt der geschlechtsgleichen 30jährigen Gesunden (peak bone mass) liegt, d.h. ein T-Wert von -2,5 vorliegt.
Zwischen -1 und -2,5 Standardabweichungen wird von einer Osteopenie gesprochen. Hierunter versteht man eine Knochenentkalkung.

Da die Knochendichte natürlicherweise mit dem Alter sinkt und Werte größer -1 annimmt, müssen die Werte sorgsam interpretiert werden.
Ein zusätzlicher Wert berücksichtigt diesen "normalen altersbedingten Knochenschwund", der sich auf gesunde Männer bzw. Frauen gleichen Alters bezieht. Dieser Wert wird als sogenannter Z-Wert beschrieben.

Ein normaler Z-Wert (> -1) zeigt an, dass die Knochendichte alterstypisch ist. Die Knochendichte ist also im Vergleich zum 30 - jährigen vermindert, aber in der Altersgruppe normal und somit nicht behandlungsbedürftig.

Wer nun behandelt gehört und auch noch wie muss immer individuell besprochen werden.
Lassen Sie sich von den Experten im Orthopaedicum beraten.

Kosten

Die Kosten einer Knochendichtemessung werden von der gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nicht übernommen.
Begründete Ausnahmefälle können sein:

  • Knochenbrüchen, bei eigentlichen Bagatellverletzungen
    Hierunter fällt z.B. ein Wirbelkörperbruch beim Anheben eines schweren Gegenstandes oder die Handgelenksfraktur bei einem minimalem Sturz etc.
  • speziellen Magendarm-Erkrankungen (z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Malabsorption) bei denen vermindert Kalzium aufgenommen werden kann.
  • Kortisoneinnahme über längere Zeit, z.B. im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung
  • einer Erkrankung der Nebenschilddrüse (Regulationseinheit für den Kalziumhaushalt)

Private Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die Kosten für eine solche Untersuchung vollständig.

Für Selbstzahler betragen die Kosten 50 € für eine Messung an beiden Schenkelhälsen und der Lendenwirbelsäule.
Aus unserer Einschätzung ist die Knochendichtemessung ein kostengünstiges und effizientes Verfahren eine Osteoporose in einem frühen Stadium zu erkennen.
Gerade frühe Stadien einer Osteoporose machen keine Symptome.
Wenn bereits eine Osteoporose beträgt die Therapiedauer meist Jahren. In vielen Fällen wird die Osteoporose erst mit dem Knochenbruch diagnostiziert.
Warum die gesetzliche Krankenkasse keine flächendeckende Knochendichtemessung anbietet, bleibt bei erwiesenem Nutzes unklar. Die entstehenden Kosten würden durch die Minderung an Knochenbrüchen um ein Vielfaches aufgefangen.

Weitere Informationen zu diesem Thema

Lesen Sie auch zu diesem Thema passend:

 

Terminvereinbarung Sprechstunde

Orthopädie in Frankfurt Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit fast allen Erkrankungen der Orthopädie.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unseren Spezialsprechstunden!

Terminvereinbarung: Am einfachsten über unser Online-Forumlar, oder die Online-Terminvereinbarung.