Injektionstherapie

Was bedeutet Injektionstherapie?

Die Injektionstherapie gehört ebenfalls zur Arthrosetherapie. Ziel der Injektionstherapie ist es, örtlich hochdosierte Wirkstoffe an den Ort der Arthrose zu bringen, damit es zu einer schnellen Verminderung der Beschwerden kommt.

Hiefür kommen klassische schulmedizinische, aber auch naturheilkundliche / homöopathische Medikamente zum Einsatz.
Es können auch beide Therapieansätze kombiniert werden, um eine maximale Wirkung zu erreichen.

Wo kann die Injektionstherapie eingesetzt werden?

Die Injektionstherapie kann praktisch an allen Gelenken, die mit einer Nadel mit vertretbarem Risiko erreicht werden können, eingesetzt werden.

Besonders geeignet sind hierbei folgende Gelenke:

  • Knie
  • Wirbelsäule
  • Schulter
  • ISG-Gelenk

Welche Medikamente kommen zum Einsatz?

Welche Medikamente letztendlich zum Einsatz kommen hängt von der individuellen Beschwerdesituation und Ihrem Wunsch ab, der natürlich zu berücksichtigen ist.

Kortison

Schulmedizinisch kommen hier entzündungshemmende Präparate zum Einsatz. Es handelt sich dabei um einen chemischen Ableger des natürlich im menschlichen Organismus vorkommenden Kortisons.
Kortison ist ein menschliches Hormon, welches eine ausgeprägte entzündungshemmende Wirkung besitzt. Im Orthopaedicum Frankfurt werden fast ausschließlich Präparate benutzt, die fett- oder kristallgebunden sind. Durch Ihre Bindung werden sie nur allmählich freigesetzt, sodass die Gefahr von Nebenwirkungen sinkt.
Weiterhin sind alle von verwendeten Präparate pharmakologisch so entwickelt, dass sie - sofern sie die Blutbahn erreichen - direkt von der Leber eliminiert werden (first pass effect), sodass die Gefahr von Nebenwirkungen auf den Organismus minimiert ist.

Zeel

Bei milderen Beschwerden können zur Stabilisierung der Situation homöopathische Medikamente gegeben werden.
Schulmedizinsche Ansätze lassen sich gut mit homöopathischen / naturheilkundlichen Therapieansätzen kombinieren. Hierbei schließen sich vom Ansatz her die unterschiedlichen Therapieansätze nicht aus, sondern unterstützen sich untereinander.

Das Orthopaedicum Frankfurt verwendet als homöopathischen Therapieansatz Zeel, Traumeel und Discus compositum.

Anwendungsgebiet Zeel
Zeel ist ein homöopathisch hergestelltes Kombinationspräparat mit spezieller Wirkungsausrichtung auf die Gelenkfunktion. Das komplizierte Krankheitsgeschehen einer Arthrose fordert den Einsatz mehrerer Wirkstoffe mit unterschiedlichen Angriffspunkten.

Zeel enthält drei verschiedene Wirkstoffgruppen:

  1. Die Biokatalysatoren (vitaminartige Substanzen und andere am Zellstoffwechsel beteiligte Stoffe) sollen die Zellfunktion anregen und die Regenerationsfähigkeit des geschädigten Knorpels verbessern.
  2. Die Organauszüge sollen den Knorpel anregen sich zu festigen und bieten ihm dafür die notwendigen Bausteine an.
  3. Die pflanzlichen Bestandteile sollen die Gleitfähigkeit des Gelenkknorpels verbessern und so die Beschwerden mindern.

Charakteristik der Einzelbestandteile

  • Arnica (Bergwohlverleih)
    gegen Blutungen aller Art. Muskelschmerzen nach Überlastung.
  • Sanguinaria canadensis (Kanadische Blutwurzel)
    Rheumatismus (Muskeln, Weichteile, Gelenke)
  • Solanum dulcamara (Bittersüß)
    gegen Entzündungen der Gelenke, ausgelöst durch Kälte und Nässe.
  • Sulfur (Schwefel)
    gegen rheumatische Beschwerden, Schlafstörungen, nervöse Störungen. Schwächezustände. Verhaltensstörungen und Verstimmungszustände.
  • Toxicodendron quercifolium/Rhus toxicodendron (Giftsumach)
    gegen rheumatische Schmerzen in Knochen, Knochenhaut, Gelenken, Sehnen und Muskeln.

Traumeel

Anwendungsgebiete
Typische Anwendungsgebiete für Traumeel sind akute Verletzungen wie:

  • Verstauchung und Verrenkung
  • Prellung
  • Blut- und Gelenkerguss
  • Schwellung (med. Ödem) nach Operationen
  • Knochenbruch
  • entzündliche und mit Entzündungen verbundene degenerative Prozesse am Stütz- und Bewegungsapparat (z.B. Sehnenscheiden-, Schleimbeutelentzündungen, Tennisarm)
  • Arthrosen der Hüft-, Knie- und kleinen Gelenke

Charakteristik der Einzelbestandteile

  • Aconitum (Eisenhut)
    gegen hochakute entzündliche Erkrankungen. Schmerzhafte Nervenerkrankungen.
  • Arnica (Bergwohlverleih)
    gegen Blutungen aller Art. Muskelschmerzen nach Überlastung.
  • Belladonna (Tollkirsche)
    gegen Entzündungen im Bereich der Gelenke.
  • Bellis perennis (Gänseblümchen)
    gegen Blutungen, Blutergüsse, Muskelschmerzen, besonders nach Verletzungen und Überanstrengungen.
  • Calendula (Ringelblume)
    gegen schlecht heilende Wunden. Quetsch-, Riss- und Defektwunden. Erfrierungen und Verbrennungen der Haut.
  • Chamomilla (Kamille)
    gegen heftige Schmerzzustände.
  • Echinacea (Schmalblättrige Kegelblume)
    zur unterstützenden Behandlung schwerer und fieberhafter Infektionen (Anregung der körpereigenen Abwehr).
  • Echinacea purpurea (Purpurrote Kegelblume)
    zur unterstützenden Behandlung schwerer und fieberhafter Infektionen (Anregung der körpereigenen Abwehr).
  • Hamamelis (Virginischer Zauberstrauch)
    gegen Haut- und Schleimhautblutungen.
  • Hepar sulfuris (Kalkschwefelleber)
    zur Behandlung der lymphatischen Veranlagung (Schwellung / Ödeme).
  • Hypericum (Johanniskraut)
    gegen Verletzungen des peripheren oder zentralen Nervensystems.
  • Mercurius solubilis Hahnemanni (Gemisch, das im wesentlichen Mercuroamidonitrat enthält)
    gegen Knochenschmerzen und Rheumatismus.
  • Millefolium (Schafgarbe)
    gegen hellrote Blutungen und Krampfschmerz.
  • Symphytum (Beinwell)
    gegen Knochen- und Knochenhautverletzungen.

Discus compositum

Anwendungsgebiete

  • Gelenk- und Bindegewebserkrankungen
  • Rheumatismus
  • Nervenschmerzen

Charakteristik der Einzelbestandteile

  • Asa foetida (Stinkasant)
    gegen Knochenerkrankungen.
  • Kalmia latifolia (Berglorbeer)
    gegen Rheumatismus und Nervenschmerzen.
  • Mercurius praecipitatus ruber (Rotes Quecksilberoxyd)
    gegen Haut- und Schleimhauteiterungen.

Wie lange dauert eine Therapie?

Da die Arthrose sich über einen sehr langen Zeitraum entwickelt, kann sie auch nicht von heute auf morgen dauerhaft gebessert werden.

Die Anzahl der Injektionstherapien hängt von der individuellen Beschwerdesituation ab. Bei einem isolierten Therapieansatz mit Zeel müssen mehrere Injektionen eingeplant werden.
Die Wirkstoffe von Zeel benötigen eine gewisse Zeit, um die körpereigenen Regulationsmechanismen und Selbstheilungskräfte zu aktivieren.
Sie sollten daher etwas Geduld haben und eine Behandlungsdauer von mindestens 4 Wochen einplanen.

Kosten

Die Kosten einer Injektionstherapie werden von der gesetzlichen Krankenversicherung für den schulmedizinischen Ansatz übernommen.
Eine zusätzliche Behandlung mit Zeel muss in der Regel privat bezahlt werden.
Die privaten Krankenversicherungen übernehmen in der Regel die gesamten Behandlungskosten, teilweise ist vorher eine Kostenübernahmeanfrage notwendig.

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