Hyaluronsäure fürs Knie / bei Kniearthrose

Einleitung

Die Hyaluronsäure ist eine biochemische Zusammensetzung, die durch seine vielfältigen Eigenschaften in mehreren Bereichen des menschlichen Körpers vorkommt. So kann die Substanz aufgrund ihrer Struktur einen Großteil des Wassers, mit dem sie in Kontakt kommt, aufnehmen und speichern.

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Dr. Jürgen Specht - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Nicolas Gumpert - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Kniegelenks.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Kniesprechstunde! Unsere Kniespezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Jürgen Specht und Dr. Nicolas Gumpert.

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Aufgaben von Hyaluronsäure

Auch strukturbedingt ist die Hyaluronsäure in der Lage eine verhältnismäßig große Reißfestigkeit aufzubauen. Des Weiteren kann sie mit einer entsprechenden molekularen Vernetzung eine abfedernde, gallertartige Struktur bilden.

All diese Eigenschaften führen dazu, dass Gewebe und Zellverbände, die besonders reich an Hyaluronsäure sind, dort im Körper eingesetzt werden, wo hohe Drücke und statische Anforderungen vorhanden sind. Zu nennen wären hier vor allem Knorpel aller Art, wie sie z.B. in den Gelenken oder aber auch in den Bandscheiben anzutreffen sind.

Hier ganz speziell ist es notwendig, dass hohe Kräfte abgefedert werden. Eine weitere wichtige Eigenschaft von hyaluronhaltigen Substanzen ist die Verminderung der Reibung. Besonders in Bereichen des Körpers, in denen eine ständige Bewegung ausgeübt wird, ist es notwendig, dass die automatisch entstehende Reibung so gut es geht reduziert wird. Auch dies gelingt mittels der Hyaluronsäure, die durch den Knorpel, in den sie biochemisch eingebaut ist, als eine Art Schmiermittel verwendet werden kann.

Speziell im Kniegelenk übernimmt die Hyaluronsäure noch andere Aufgaben. Neben dem Knorpel ist die Gelenkflüssigkeit (Synovialis) mit verantwortlich, dass Reibungen während der Bewegung reduziert werden und so ein leichterer Drehpunkt in den Gelenken vorhanden sein kann. Diese Synovialis ist sehr reichhaltig an Hyaluronsäure.

Hyaluronsäure bei Kniearthrose

Erkrankungen des Kniegelenks, bei der die Reibungen, die bei jeder Bewegung vorhanden sind, zunehmen, arbeiten sozusagen gegen die Hyaluronsäure. Zu nennen wäre z.B. die Kniegelenksarthrose, bei der es durch den degenerativen Knorpelverlust zu starken Reibungen zwischen den Knochen des Gelenks im Knie kommt. Der Anteil an hyaluronhaltiger Gelenkflüssigkeit nimmt in der Regel bei starken Verläufen der Kniearthrose zunehmend ab, was zur Folge hat, dass die Reibungen bei jeder Bewegung noch zunehmen.

Dies hat wiederum zur Folge, dass auch die Beschwerden im Sinne von starken Schmerzen bei der Bewegung zunehmen. Des Weiteren kommt es bei der arthrotischen Veränderung von Gelenken zunehmend zu einer Ergussbildung im Gelenk, die vor allem entzündliche Ursachen hat. Dieses Einströmen von Flüssigkeit in das Gelenk hat zur Folge, dass das Knie anschwellen kann und die Bewegungsradien zunehmend eingeschränkt werden. Außerdem kann es aber auch durch den Flüssigkeitseinstrom zu einer Verdünnung der Synovialis (Gelenkflüssigkeit) kommen, deren Anteil an Hyaluronsäure dadurch extrem abnimmt.

Die Folge ist ein abnehmender schmierender Effekt (Erhöhung der Reibung), sowie ein verminderter dämpfender Effekt. Die Synovialis (Gelenkflüssigkeit) ist ein Dialysat des Blutplasmas und wird in regelmäßigen Abständen vom Körper neu gebildet. Neben zahlreichen anderen Bestandteilen hat die Hyaluronsäure vor allem die Eigenschaft der Gelenkflüssigkeit eine zähe Konsistenz zu verleihen.

Die eigentliche Hyaluronsäure wird schließlich dem Gemisch durch die Zellen der sogenannten "Membrana synovialis" an der Innenschicht der Gelenkkapsel zugesetzt und beigemischt.

Therapie mit Hyaluronsäure im Knie

All die Erkenntnisse über die Ursachen der Gelenkarthrose sowie die Aufgabe der Hyaluronsäure in diesem Zusammenhang hat die Idee hervorgebracht, Hyaluronsäure als biochemische Verbindung in die Therapie bei orthopädischen Erkrankungen mit einzubauen.

In den 90er Jahren bereits wurden Versuche unternommen, die Hyaluronsäure bei der Behandlung vor arthrotisch veränderten Gelenken einzusetzen. Mittlerweile wurde neben der Kniearthrosebehandlung auch viele andere Gelenke, wie das Hüftgelenk oder Schultergelenk in diese Therapieart eingeschlossen.

Bei leichten bis mäßig stark degenerativ veränderten Kniegelenken gibt es gute bis mäßige Erfolge bei der Anwendung.
Praktisch sieht das so aus, dass hyaluronhaltige Präparate in das Kniegelenk gespritzt werden. Die Substanz reichert sich im Kniegelenkspalt an und sorgt hier trotz des defekten Knorpels und der arthrotischen Veränderungen für ein vermindertes Reibungsverhältnis. Die Injektionen sollten bis zu 5 mal wiederholt werden.

Oftmals helfen die Injektionen direkt und sichern eine mehrjährige Beschwerdefreiheit. Eine Wiederholung kann jederzeit durchgeführt werden, wenn sich die Ausgangssituation, im Sinne einer Verschlechterung der arthrotischen Gegebenheiten nicht verändert hat.

Wie alle "Spritzen" hat auch die Hyaluroninjektion gewisse Risiken, die allerdings aufgrund der geringem Vorkommen als kalkulierbar gelten.
Zu nennen wären die Kniegelenksinfektion nach Punktion (sehr selten aufgrund steriler Umgebungen) sowie Blutungen, die ebenfalls eher seltener eintreten.

Nach den Injektionen können die Patienten das Bein in der Regel sofort bewegen und voll belasten. In einigen Fällen kann es jedoch zu kleinen bis mäßigen Schwellungen im Bereich der Injektionsstelle kommen.
Die Tatsache, dass durch die Injektion Flüssigkeit ins Knie gespritzt wird, kann dazu führen, dass die Patienten unter Umständen ein Druckgefühl beklagen, das allerdings kurze Zeit später wieder verschwindet.

Kosten

Die Kosten werden in der Regel von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen, in aller Regel aber von den privaten Kassen.
Sollte man einer gesetzlichen Krankenkasse angehören und die Kosten selbst übernehmen, muss man für fünf Spritzen mit Kosten zwischen 250 und 350 EUR (je nach Hyaluronsäure-Präparat) rechnen.

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