Akupunktur

Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich bereits seit vielen Jahren schwerpunktmäßig mit den verschiedenen Erkrankungen, die durch Akupunktur zu behandeln sind.
Akupunktur ist kein "Allheilmittel". Bei verschiedenen Erkrankungen kann die Akupunktur allerdings die Beschwerden erheblich verbessern oder abstellen.
Um Abzuklären ob eine Akupunktur für Sie ein geeignetes Verfahren sein könnte, muss im Vorfeld eine differenzierte Analyse durchgeführt werden.
Nur wenn gute Erfolgsaussichten bestehen, sollte eine Akupunktur angewendet werden.

Folgende Krankheitsbilder lassen sich gut mit Akupunktur behandeln.

Folgende Erkrankungsdiagnosen (in alphabetischer Reihenfolge) werden häufig im Orthopaedicum akupunktiert:

  • Allergien jeglicher Art
  • Blasenentzündung (akut und chronisch)
  • chronische Infektanfälligkeit
  • Depression
  • Erkrankungen des Atemsystems
  • Erschöpfung / Müdigkeit / Energiemangel
  • Gelenkschmerzen (hier ist besonders die Arthrose der Gelenke zu nennen)
  • gynäkologische Erkankungen
  • Heuschnupfen
  • Husten / Heiserkeit
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Menstruationsbeschwerden
  • Migräne
  • rheumatische Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Beschwerden der Wechseljahre
  • Raucherentwöhnung
    und
  • Rückenschmerzen

Zusätzlich bieten wir an:

Akupunktur bei Knieschmerzen

Knieschmerzen können durch verschiedene Grunderkrankungen verursacht werden. Der altersbedingte Verschleiß einzelner Anteile des Kniegelenks (Arthrose) gehört dabei zu den häufigsten Ursachen für die Entstehung von Knieschmerzen. Im klinischen Alltag zeigt sich jedoch, dass nicht bloß alte Menschen von Verschleiß- bedingten Knieschmerzen betroffen sind. Derartige Verschleißerscheinungen betreffen ebenso häufig junge Menschen, die sich regelmäßig sportlich betätigen und ihre Kniegelenke dabei deutlich überlasten. Darüber hinaus können Knieschmerzen durch entzündliche Prozesse innerhalb des Kniegelenks und/oder bakterielle Infektionen verursacht werden. Zudem stehen Schmerzen im Knie oftmals im Zusammenhang mit traumatischen Ereignissen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen werden Knieschmerzen in vielen Fällen durch Defekte in den Knorpelanteilen des Kniegelenks hervorgerufen.

Akupunktur eignet sich besonders gut zur Behandlung von Knieschmerzen. Die Wirksamkeit der Akupunktur zur Therapie bei Knieschmerzen wurde bereits in einer Vielzahl von Studien wissenschaftlich belegt.
Aus diesem Grund besteht für Patienten, die unter anhaltenden Knieschmerzen leiden, die Möglichkeit, dass die gesamten Kosten der Akupunktur- Therapie von den gesetzlichen Krankenkassen getragen werden. Die Akupunktur dient in der Behandlung bei Knieschmerzen nicht bloß zur Linderung der Schmerzsymptomatik sondern ermöglicht zusätzlich einer Verbesserung der Beweglichkeit und Funktionalität des Kniegelenks.
Liegen bei dem betroffenen Patienten entzündliche Prozesse vor, die die Knieschmerzen verursachen, so gilt es als sinnvoll während der Akupunktur knieferne Akupunkturpunkte zu wählen, die sich auf das Kniegelenk auswirken. Zudem sollte die Behandlung bei Knieschmerzen durch Akupunktur bei Vorliegen entzündlicher Prozesse durch entzündungshemmende Arzneimittel (beispielsweise durch chinesische Phytotherapeutika) unterstützt werden. Auf diese Weise können mögliche Rötungen, Schwellungen und Infektionen schnell und gezielt eingedämmt werden.
Klinischen Studien zufolge zeigt sich die Wirksamkeit der Akupunktur bei Knieschmerzen bereits nach wenigen Wochen. In der Regel reichen 10 Therapiesitzungen, bei denen eine oberflächliche Nadelung der Hauptpunkte für die Knie-Region durchgeführt wird, um die Schmerzen effektiv zu lindern. Dennoch ist der exakte Wirkungsmechanismus der Akupunktur auch bei Knieschmerzen bislang nicht geklärt.
Während viele unter Knieschmerzen leidende Patienten vom schmerzlindernden Effekt der Akupunktur begeistert sind, berichten andere Personen durch die oberflächliche Nadelung keine Besserung der Symptomatik zu bemerken.

Akupunktur bei Rückenschmerzen

Je nach ursächlicher Erkrankung kann die Therapie bei Rückenschmerzen auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen. Im klinischen Alltag finden vor allem physiotherapeutische Maßnahmen, Massagen und Wärmebehandlungen häufig Anwendung.
Die Durchführung der Akupunktur bei Rückenschmerzen könnte jedoch für viele der betroffenen Patienten eine vielversprechende Alternative sein. Umfangreichen klinischen Studien zufolge lässt sich bei ungefähr 48 Prozent der Probanden, bei denen eine Akupunktur bei Rückenschmerzen durchgeführt wurde, sowohl eine deutliche Linderung der Schmerzsymptomatik als auch eine Steigerung der Beweglichkeit nachweisen. Im Vergleich dazu verspürten nur etwa 27 Prozent der Probanden, die medikamentös therapiert wurden, eine Besserung der Beschwerden innerhalb von sechs Monaten.
Bei Patienten, die unter chronischen Rückenschmerzen leiden, sollte trotz dieser wissenschaftlichen Ergebnisse jedoch versucht werden die Akupunktur mit anderen Therapieansätzen zu kombinieren. Darüber hinaus muss stets beachtet werden unter welcher Form von Rückenschmerzen der jeweilige Patient leidet. Im Falle von akut auftretenden, nicht spezifischen Kreuzschmerzen, wird von einer Therapie mittels Akupunktur ausdrücklich abgeraten. Bei Patienten, die an chronischen, nicht spezifischen Rückenschmerzen leiden, wird die Akupunktur als optionale Behandlung unter Einschränkung empfohlen. Während der Akupunktur bei Rückenschmerzen werden Nadeln in die typischen Triggerpunkte eingebracht und dort für etwa 20 bis 30 Minuten belassen. In den meisten Fällen werden bei der Akupunktur bei Rückenschmerzen Punkte, die unmittelbar in der Schmerzregion liegen, genutzt.
Man spricht in diesem Zusammenhang von sogenannten „Nahpunkten“. Darüber hinaus können Triggerpunkte verwendet werden, die außerhalb der Schmerzregion an den Kraftlinien des Körpers (sogenannte „Meridianen“) liegen, genutzt werden (Fernpunkte). Im Falle der Akupunktur bei Rückenschmerzen liegen mögliche Fernpunkte im Bereich der Handkanten, der Kniekehlen oder der Ferse.

Ernstzunehmende Nebenwirkungen der Akupunktur bei Rückenschmerzen sind bislang nicht bekannt. Bei einigen Patienten kann es unmittelbar nach der Behandlung zu lokalen Blutungen oder kleinen Hämatomen (Blutergüssen) kommen. Darüber hinaus berichten einige Patienten von einer leichten Müdigkeit oder schwachem Schwindel, der unmittelbar nach der Akupunktur-Sitzung auftritt. Für Patienten, die an Blutgerinnungsstörungen, Entzündungen der Haut oder Metallallergien leiden ist die Akupunktur bei Rückenschmerzen nicht geeignet.

Wie können Sie überprüfen, ob Ihre Beschwerden durch Akupunktur gebessert werden können?

Wenn Sie sich für Akupunktur interessieren und die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass Akupunktur ein Verfahren für Sie ist, das Ihnen hilft Ihre Beschwerden zu reduzieren, dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Wie läuft eine Kontaktaufnahme ab?
Am einfachsten nehmen Sie Kontakt zu uns auf über unser Online-Terminvereinbarungsformular.

Alternativ auch per Mail:
Mail: akupunktur@orthopaedicum-frankfurt.de
oder
Tel.:  069 / 558098 (leider Vormittags sehr schlechte Erreichbarkeit)

Wir werden uns bei Ihnen melden und telefonisch erörtern ob wir Ihnen helfen können.
Wenn wir Möglichkeiten sehen mit Akupunktur zu helfen, werden wir Ihnen ein Termin für eine ganzheitliche Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) nach den Geboten der Traditionellen Chinesischen Medizin (einschließlich Puls und Zugendiagnostik) durchführen. Diese Ersterhebung dauert in der Regel mindestens 60 Minuten.

Wie viele Sitzungen benötige ich?

Die Anzahl der benötigten Sitzungen hängt von der jeweiligen Erkrankung ab.
Generell werden bei akuten Beschwerden wenige Behandlungen und bei chronischen Erkrankungen mehr Sitzungen notwendig sein.

Die Behandlungsanzahl liegt in der Regel zwischen 3 und 20 Sitzungen.

Kosten

Bitte beachten Sie, dass die gesetzliche Krankenkasse die Akupunkturleistung nur bei folgenden Krankheitsbilder übernimmt:

      • Chronische Schmerzen der Lendenwirbelsäule, die länger als 6 Monate bestehen.
      • Chronische Schmerzen im Kniegelenk durch Verschleiß, die länger als 6 Monaten bestehen.

      Akupunktur bei alle anderen Gebiete kann natürlich als Selbstzahlerleistung angeboten werden. Die private Krankenversicherung übernimmt in der Regel alle Kosten.

      Für Selbstzahler liegen die Kosten für das Erstgespräch ca. 60 €, die Akupunktursitzung von ca. 30 Minuten wird mit individuell nach Aufwand des Problems abgerechnet (ab25 €).

      Akupunktur: Was ist das?

      Zusammenfassung

      Die Akupunktur ist bekannt als chinesische Heilkunst und ist eine Therapieform der Naturheilkunde, mit der es möglich ist, Energiezustände des Körpers positiv zu beeinflussen.

      Die Akupunktur gehört zum Therapiegebiet der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Neben Erkrankungen des Bewegungsapparates, also Arthrosen der Wirbelsäule, Kniegelenken und Hüftgelenken, können alle Schmerzzustände (z.B. Kopfschmerzen, Migräne) und auch Krankheitsbilder aus anderen Fachrichtungen behandelt werden (z.B. Hauterkrankungen, Neurodermitis, Raucherentwöhnung, Beschwerden in den Wechseljahren, etc.).

      Energiefluss

      Nach Ansicht der Traditionellen Chinesischen Medizin ist unser gesamter Körper von Energiebahnen durchzogen, die als Meridiane bezeichnet werden.
      In diesen Meridianen fließt Energie durch den Körper. Diese Energie wird von den Chinesen auch als Qi genannt und stellt eine Form von Lebenskraft oder  Lebensenergie dar.
      An besonders energiereichen Punkten öffnen sich diese Meridiane zur Haut. Durch gezielte Akupunktur dieser energiereichen Bezirke leitet man den Energiefluss vom Überschuss zum Mangel oder umgekehrt mit dem Ziel das Qi auszugleichen.
      Insgesamt kennt man in der klassischen Akupunktur 361 Akupunkturpunkte.
      Die meisten Akupunkturpunkte liegen in der Nähe der Energiebahnen (Meridiane).
      Man unterteilt zwölf Hauptmeridiane, die den ganzen Körper überziehen und in direkter Verbindung zu mit den Organen stehen.
      Weiterhin gibt es acht Sondermeridiane, die bestimmte Körperfunktionen organisieren.
      Entsprechend der Kenntnis der Funktion der einzelnen Meridiane können in der Orthopädie akute Verletzungen, aber auch verschleißbedingte Erkrankungen durch Akupunktur gut behandelt werden.

      Wirkweise der Akupunktur

      Die Akupunktur hat sich in Deutschland nur sehr langsam etabliert und wurd von der klassischen Schulmedizin als wirkungslos abgelehnt.
      Da ihre Erfolge allerdings nicht zu übersehen waren, wurde die Akupunktur einerseits von Schulmedizinern anerkannt und gleichzeitig Ihre Wirkung wissenschaftlich belegt.
      Insbesondere bei der Schmerzempfindung konnte nachgewiesen werden, dass Schmerzzentren im Gehirn blockiert und Endorphine im Körper ausgeschüttet werden. Diese Botenstoffe, die chemisch dem Morphium ähneln, dämpfen in den Nerven das Schmerzempfinden.
      Während in der chinesischen Sichtweise das Energieflussprinzip als Wirkprinzip angesehen wird, dominiert in der "Westlichen Welt" der oben dargelegt wissenschaftliche Erklärungsansatz.

      Zusammenfassend sind sich aber Chinesen wie westliche Wissenschaftler einig:
      Akupunktur hilft!

      Behandlung

      Zur Akupunktur werden sterilisierte Einwegnadeln verwendet. Die Dicke einer Akupunkturnadel hat den Durchmesser eines dicken Haares.
      Die Nadeln können gerade oder schräg eingestochen werden. Um den Reiz, bzw. die Wirkung zu verstärken kann die Nadel noch gedreht oder auf und ab bewegt werden. Allgemein gilt, dass bei akuten Erkrankungen tendenziell reizintensiv genadelt wird, während bei chronischen Propblemen die Nadel kaum oder gar nicht bewegt wird.
      Die Entscheidung über die Form der Akupunktur wird immer auf das individuelle Beschwerdebild des Patienten angepasst.
      Sitzt die Akupunkturnadel an der richtigen Stelle (am energetischen Punkt) verspürt der Patient nach dem Einstich meist ein Gefühl der Wärme oder des Kribbelns das sich innerhalb von Sekunden um den Akupunkturpunkt ausbreitet.
      Der Chinese nennt dieses Gefühl das "De-Qi-Gefühl". Seine Stärke diese "De-Qi-Gefühls" ist abhängig davon, wie prazise der energetische Punkt getroffen wurde und wie reizintensiv akupunktiert wurde. 

      Wie häufig muss akupunktiert werden?

      Die Anzahl der Akupunkturbehandlungen ist individuell sehr verschieden. Grundsätzlich muss bei chronischen Behandlungen häufiger akupunktiert werden, als bei akut aufgetretenen Erkrankungen.
      Bei chronischen Erkrankungen werden in der Regel 10 bis 20 Sitzungen durchgeführt. Bei akuten Krankheiten können durchaus zwei bis drei Behandlungen ausreichend sein.
      Der Rhythmus sollte hierbei ein- bis zweimal pro Woche liegen.
      Eine Behandlungsdauer liegt in der Regel bei 20 min und wird im Liegen durchgeführt.

      Anwendungsgebiete

      Akupunktur kann praktisch in allen Gebieten der Medizin angewendet werden.
      Sehr gute Erfolge werden im Bereich der Orthopädie bei chronischen Schmerzen wie Rückenschmerzen, Gelenkschmerzen durch Arthrose, Tennisarm etc. erzielt.

      Natürlich können viele weitere Erkrankungen mit Akupunktur behandelt werden wie z.B.:

      • chronische Kopfschmerzen
      • Migräne
      • Raucherentwöhnung,
      • chronischen Spannungszuständen
      • Verdauungsprobleme
      • gynäkologische Erkrankungen
      • Allergien
      • Bronchitis oder
      • Schnupfen.

      Dr. Nicolas Gumpert über Akupunktur im HR1

      Dr. Nicolas Gumpert sprach über die therapeutischen Möglichkeiten von Akupunktur bei verschiedenen Erkrankungsbildern.

      Hören Sie hier die Beiträge:

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      Orthopädie in Frankfurt Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit fast allen Erkrankungen der Orthopädie.

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      Wir beraten Sie gerne in unseren Spezialsprechstunden!

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