Stoßwellentherapie bei Fersensporn

Ist die Diagnose erst einmal gestellt, stellt sich die Frage der richtigen Therapieform. Gerade bei großen und hartnäckigen Fersenspornen setzt das Orthopaedicum Frankfurt auf den Einsatz einer hochenergetischen Stoßwellentherapie.
Die Therapie muss immer individuell abgestimmt sein. Eine hochenergetische Stoßwellentherapie ist eine sehr effektive Therapie aber nicht in allen Fällen notwendig. Unsere Ärzte beraten Sie gerne für das individuell beste Therapieverfahren.

Terminvereinbarung Fußsprechstunde

Dr. Matthias Fischer - Sportmediziner und Orthopäde Dr. Nicolas Gumpert - Sportmediziner und Orthopäde Das Orthopaedicum Frankfurt befasst sich als Schwerpunktzentrum mit Erkrankungen des Fußes.

Die gegebenen Informationen helfen der Erschließung einer Diagnose, können aber eine persönliche Untersuchung und Beratung nie ersetzen.
Wir beraten Sie gerne in unserer Fußsprechstunde! Unsere Fußspezialisten im Orthopaedicum Frankfurt sind Dr. Matthias Fischer und Dr. Nicolas Gumpert.

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Konservative Therapie

Ist die Diagnose eines Fersensporns gestellt, muss überlegt werden, welche Therapieform angebracht ist. 
In den meisten Fällen reicht eine konservative Therapie aus. Dazu zählt zunächst die Schonung des Fußes, die aber keineswegs aus einem völligen Bewegungsverzicht bestehen sollte. Vielmehr sollten Bewegungen vermieden werden, die den Bereich des Fuß besonders stark belasten.
Vor allem anstrengende Laufbewegungen zählen zu den Bewegungen, die im Falle eines Fersensporns zu starken Beschwerden führen. Neben der Entlastung kann auch eine kühlende Therapie durchgeführt werden. Diese kann entweder durch Auflegen von Eispacks oder von kühlenden Gels erfolgen. Parallel kann auch mit Hilfe von entzündungshemmenden Medikamenten versucht werden einen Fersensporn zu behandeln.
Zu den entzündungshemmenden Medikamenten zählen u.a. Ibuprofen und Diclofenac.
Ebenfalls zur konservative Therapie zählen physiotherapeutische Übungen, die parallel durchgeführt werden sollten. Hierdurch kann erreicht werden, dass die Muskeln der Füße auftrainiert werden können, um so den Fersenbereich mit dem Sporn zu entlasten. Aber gerade bei einer akuten und sehr schmerzhaften Symptomatik können Übungen den gegenteiligen Effekt haben. Also Vorsicht!
Als weitere konservative Maßnahme (ohne OP) steht die Stoßwellentherapie zu Verfügung.

Stoßwellenbehandlung am Fersensporn

In den letzten Jahren rückt die sogenannte Stoßwellentherapie zur Behandlung des Fersensporns immer weiter in den Fokus. Bereits aus der Urologie ist die Stoßwellentherapie bekannt, wo sie bei der Behandlung von Nierensteinen eingesetzt wird.
Das Prinzip beruht auf Ultraschallwellen, die durch ein Stoßwellengerät erzeugt werden und deren Frequenz unterschiedlich stark eingestellt werden kann.
Der Schallkopf wird auf den Bereich aufgesetzt, der über dem betroffenen Bereich liegt. Daraufhin werden die Wellen durch das Stoßwellengerät erzeugt, die sich im Gewebe fortsetzen.
Im Falle der Urologie gelangen die Stoßwellen nach Durchdringen des Gewebes bis zum Nierenstein ohne das Gewebe zu verletzten.
Gleiches Vorgehen erfolgt am Fersensporn. Alle Ultraschallwellen werden auf einen Punkt im Fersensporn fokussiert. Die Wellen durchdringen das Gewebe ohne Energieverlust und geben Ihre Energie mit Auftreffen auf den Sporn ab.
Vor allem bei entzündlichen Veränderungen an der Sehen (Plantarfascie) kommt die ESWT auch bei Verkalkungen im Gewebe zur Anwendung.
Bei Verkalkungen funktioniert die Stoßwellentherapie nach ähnlichem Prinzip, wie bei einer Nierensteinzertrümmerung. Die Stoßwellen setzen sich nach Aufsetzen des Wellenkopfes im Gewebe fort und treffen auf den verkalkten Bereich, der den Patienten in diesem Fall Beschwerden macht.
Trifft die Ultraschallwelle Knochengewebe beginnt dieser mit gleicher Frequenz zu schwingen, mit der sich die Stoßwellen durch das Gewebe bewegt hat.
Für das menschliche Auge nicht sichtbar schwingen die knöchernen Anteile so stark, dass die verkalkten Stellen im Bereich der Knochen oder Gelenken an Halt verlieren und sich ablösen können.
Im Gegensatz zu den Nierensteinen werden die verkalkten Bereiche aber nicht ausgeschieden, sondern müssen vom Körper abgebaut werden. Dies wird meistens durch Makrophagen, den sogenannten Fresszellen, gewährleistet, die die verkalkten Areale aufnehmen und „verdauen“.

Auch bei den sogenannten Fersenspornen kommt die Stoßwellenbehandlung zunehmend zum Einsatz. Auch hierbei werden die Stoßwellen über das beschriebene Gerät erzeugt. Die Wellen werden dann über dem vorher detektierten Fersensporn erzeugt und über das Gewebe in Richtung Ferse weitergegeben.
Sobald die Wellen auf die Ferse auftreffen, beginnt der Fersensporn ebenfalls in Schwingung zu geraten und analog zu den Nierensteinen und den Verkalkungen so stark, dass die Stabilität des Fersensporns herabgesetzt wird. Es erfolgt der zunehmende Abbau des Fersensporns, der dadurch an Größe verliert und dazu weniger Beschwerden verursacht.
Neben den mechanischen Eigenschaften, wie der Instabilität, die durch die Stoßwellenbehandlung ausgelöst wird, gibt es aber noch einige andere Effekte, die dafür sorgen, dass die Beschwerden rückläufig werden.
Zu nennen wäre das Anregen von Reparaturmechanismen, die vor allem auf einer Neubildung von Blutgefäßen beruhen.

Des Weiteren werden auch Nervenzellenunempfindlicher“ gemacht, sobald sie von Stoßwellen getroffen werden. Dies hat zur Folge, dass Schmerzen nicht mehr so stark wahrgenommen werden.
Der Effekt ist aber mit der Zeit schnell wieder rückläufig, die Nerven beginnen zunehmend die Reizweiterleitung wieder aufzunehmen, was zu einer normalen Schmerzempfindung führen kann.

Unerwünschte Wirkungen

Wie bei jeder Behandlung, hat auch die Stoßwellentherapie Risiken und Nebenwirkungen.

Dazu zählen vor allem Reizungen des Gewebes, die durch die Druckwellen erzeugt werden können. Diese Reizungen stellen sich meistens als kleine Rötungen im Bereich der behandelten Gewebe dar. Aber auch kleine Einrisse der Blutgefäße des umliegenden Gewebes können stattfinden, was durch eine Blutergussbildung im Gewebe sichtbar werden würde. Außerdem kann es in einigen Fällen auch zu Nervenreizungen des Gewebes kommen, das sich durch Taubheitsgefühl oder Kribbelparästhesien bemerkbar machen könnte. Diese sind aber nur temporär und bilden sich im Verlauf der Behandlung wieder vollständig zurück.

Alle Beschwerden, die während einer Stoßwellenbehandlung auftreten können, sind in aller Regel einige Tage nach der Behandlung rückläufig und sind spätestens nach 3 Wochen nach dem Eingriff verschwunden.

Kosten der Stoßwellenbehandlung

In aller Regel werden im orthopädischen Bereich die Kosten für eine Stoßwellenbehandlung nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Gründe der gesetzlichen Krankenkassen sind vielfältig. Zuletzt zeigt sich aber immer mehr, das viele Krankenkassen Zuschüsse zu den Behandlungskosten gewähren.
Private Krankenkassen übernehmen die Stoßwellenbehandlung in der Regel vollständig. Bei mehr als fünf Behandlungssitzungen ist in der Regel ein Kostenvoranschlag notwendig. Hierum kümmert sich das Orthopaedicum Frankfurt natürlich gerne. 

Die Kosten für Selbstzahler liegen bei 86 € je Sitzung (GOÄ A1800). In 80% der Fälle sind drei Behandlungen ausreichend.

Zusätzliche Maßnahmen zur Stoßwellentherapie

Spezielle Einlagen, die vor allem eine besonders weiche und federnde Oberfläche haben können ebenfalls lindernd auf den Fuß wirken. Bei der Herstellung dieser Spezialeinlagen sollte darauf geachtet werden, dass an der Stelle, an der der Fersensporn vorhanden ist, ein Stück der Einlage ausgespart ist, d.h. der Fersensporn an der Stelle ausreichend Platz hat und dadurch weniger Beschwerden verursacht.

OP des Fersensporns

Helfen alle konservativen Therapieansätze - insbesondere die Stoßwellentherapie - nicht, muss überlegt werden, ob ein operatives Vorgehen (OP) ein besseres Ergebnis erzielt.
Dieses ist allerdings nur sehr selten der Fall.
In aller Regel werden operative Maßnahmen in Allgemeinnarkose durchgeführt. Danach wird der Hautbereich über der Ferse eröffnet und sich so Zugang zu der knöchernen Stelle verschafft, an dem sich der Fersensporn befindet. Vorher wurde mittels einer Röntgenaufnahme die genaue Lokalisation des Fersensporns herausgefunden.
Ist nun während der Operation der Fersensporn sichtbar, werden bestimmte Instrumente benutzt, mit deren Hilfe der Fersensporn abgeschliffen bzw. abgefeilt wird. In aller Regel wird soviel des Fersensporns abgetragen, dass erneut eine glatte Fläche mit dem eigentlichen Knochen entstanden ist.
Das Problem besteht darin, dass der verkalkte Ansatz, die Verankerung der Plantarfascie darstellt und diese nicht gänzlich entfernt werden kann.
Neben dem Fersensporn können aber auch in gleicher Sitzung in der Nähe liegende Weichteile, die ebenfalls von den entzündlichen Veränderungen betroffen sind, behandelt werden. Hierbei werden vor allem Schleimbeutel operativ entfernt und entzündlich veränderte Muskelansätze entfernt. Nach dem Eingriff wird die Ferse wieder verschlossen und die Wunde entweder mittels Nahtmaterial oder auch mittels Klammern versorgt. Danach sollte der Fuß für einige Wochen nicht stark belastet und geschont werden.
Auch nach der Operation können entzündungshemmende Medikamente helfen, Beschwerden zu mindern. Des Weiteren sollten auch, wie bei der rein konservativen Therapie, eine Kühlung mittels Eispack oder kühlenden Gelen erfolgen.
Nach ca. 4-6 Wochen kann mit einer Wiederherstellung der völligen Mobilität gerechnet werden. Ist die Beschwerdefreiheit noch nicht wiederhergestellt, sollten weitere diagnostische Maßnahmen durchgeführt werden um zu sehen, ob sich erneut ein Fersensporn gebildet hat.

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